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Bürgermeldungen
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Stadtplan
21.07.2015

Kosten laut Ausschreibung zu hoch – Lösungen gesucht

Visualisierung Rathausplatz innen.stadt.leben

Im Projekt innen.stadt.leben war nach Prämierung des Siegerprojekts die Realisierung des ersten Baufelds vor dem Rathaus bis zur Stadtpolizei im Herbst 2015 geplant. Die Ausschreibung zeigte nun jedoch Kosten, die um rund 50 % höher liegen, als geschätzt. In dieser Höhe wäre das Gesamtprojekt der Innenstadtgestaltung nur schwer finanzierbar. Architekt Axel Lohrer zeigte Alternativen auf. Die politisch Verantwortlichen suchen nun über den Sommer nach Lösungen.

Das Baufeld vor dem Hohenemser Rathaus ist der Startschuss für die generelle Umgestaltung der Hohenemser Innenstadt. Ziel dabei ist es, den Straßen und Plätzen den Charakter der ehemaligen Landesstraße zu nehmen und ein attraktives Stadtzentrum mit hoher Lebens- und Aufenthaltsqualität zu schaffen. Die Gestaltung soll dabei die bereits erfolgten verkehrslenkenden Maßnahmen unterstützen und das Hohenemser Zentrum zu einem Ort der Begegnung werden lassen.

Dass die angebotenen Preise dafür nun deutlich über der Kostenschätzung liegen, überrascht alle Projektbeteiligten. Gründe dafür werden in der Unabwägbarkeit der Preisentwicklung der Baubranche sowie im Zeitpunkt der Ausschreibung und den vorgegebenen Rahmenbedingungen vermutet. Werden die Kosten für das erste Baufeld nun auf das Gesamtprojekt hochgerechnet, erscheint dieses nur noch schwer finanzierbar. Bei einer gemeinsamen Sitzung der Lenkungs- und Arbeitsgruppe wurden mit Architekt Axel Lohrer mögliche weitere Vorgangsweisen diskutiert. Hinterfragt wurden die Abläufe der Ausschreibung und mögliche Alternativen zum Natursteinbelag, etwa Asphaltvarianten oder Betonsteine. Die Haltbarkeit wäre dann aber wesentlich kürzer, als bei Naturstein, auch würden spätere Reparaturarbeiten im Asphalt deutlich sichtbare Spuren hinterlassen. Mit der Zeit wäre der gesamte Belag oberflächlich zu erneuern, um einen „Fleckerlteppich“ zu vermeiden.

Baustart jedenfalls erst 2016

Die Diskussionsteilnehmer/innen waren sich rasch einig, dass Qualität im Vordergrund steht und vorerst vom Naturstein nicht abgegangen wird. Mit einem geänderten Ausschreibungsmodus soll nun nochmals versucht werden, die Kosten für das Projekt zu reduzieren. Das bedeutet aber auch, dass ein Baustart erst 2016 erfolgen kann.

Die anwesenden Vertreter/innen der Politik haben das Stimmungsbild aufgenommen und sind bemüht, über den Sommer die weitere Vorgangsweise zu klären und nach Lösungen zu suchen.

Arbeitsgruppe Schlossplatz

Die Vorbereitungen zur Gestaltung des Schlossplatzes laufen parallel weiter. Seitens der Lenkungsgruppe wurde angeregt, vor Beginn der Arbeitsgruppe Schlossplatz nochmals Einzelgespräche mit den wesentlich betroffenen Anrainer/innen zu führen, um die aktuellen Rahmenbedingungen als Ausgangslage zu konkretisieren. Diese Gespräche werden im Sommer und frühen Herbst 2015 stattfinden, anschließend wird die Arbeitsgruppe zur Neugestaltung des Schlossplatzes starten.