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Bürgermeldungen
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Stadtplan
29.07.2015

Friedenspilgerzug

Am Dornbirner Marktplatz schlossen sich zahlreiche Menschen dem Friedenszug spontan an.
Trotz widriger Wetterverhältnisse nahmen viele Teilnehmer/innen den Weg von Feldkirch nach Dornbirn in Angriff.

Am Freitag, dem 24. und Samstag, dem 25. Juli 2015, stand Vorarlberg ganz im Zeichen einer Friedenskarawane.

Der Vorarlberger „Weg der Menschlichkeit“, eine besinnliche Wanderroute durch das Vorarlberger Rheintal zu humanitären Gedenkstätten, führte von Feldkirch kommend durch Götzis, Altach und Hohenems. Dieser neu geschaffene Themenweg wurde im Rahmen einer nächtlichen Pilgerwanderung begangen.

Zahlreiche Menschen aus den verschiedensten Regionen des Landes gingen gemeinsam auf dem „Weg der Menschlichkeit“ von Feldkirch nach Dornbirn, um so ein sichtbares Zeichen für mehr Frieden und Menschlichkeit in der Welt zu setzen. Ein ganz besonderer Moment auf dem Weg war der Empfang des Friedenslichtes von Hiroshima beim buddhistischen Kloster auf der Letze in Feldkirch, das seit 70 Jahren erstmals nach Europa gekommen ist, um in einer Nacht-Pilgerwanderung über 35 Kilometer nach Dornbirn getragen zu werden.

Als die Gruppe früh am Morgen den islamischen Friedhof in Altach erreichte, wurde sie von den Mitgliedern des Türkisch-islamischen Vereins für kulturelle und soziale Zusammenarbeit (ATIB) mit Osman Güvenc an der Spitze und den Bürgermeistern Gottfried Brändle und DI Richard Amann ganz herzlich empfangen. Nach einem Frühstück mit türkischen Köstlichkeiten hielt Abdullah Horoz, Vorarlberg-Koordinator von ATIB, einen ergreifenden Morgen-Gebetsruf. In diesem Augenblick wurde spürbar, wie sich die unterschiedlichen Religionen zusammenschließen können, als Zeichen für einen beständigen Frieden.

Die Wanderung ging weiter Richtung Dornbirn. Die Gruppe erreichte, nach einem Impuls von Mag. Doris Banzer beim Jüdischen Museum in Hohenems, die Kapelle Mühlebach in Dornbirn, wo Dekan Erich Baldauf die Pilger/innen bereits erwartete und nach einer kurzen Ansprache zum Ziel begleitete. Der herzliche Empfang durch die Earth Caravan Music ließ Müdigkeit und Strapazen der langen Nachtwanderung schnell vergessen. Dem darauf folgenden gemeinsamen Marsch über den Dornbirner Marktplatz zur St.-Martins-Kirche schlossen sich ganz spontan immer mehr Menschen bis zur letzten Station bei der Inatura an, wo das große Fest mit einem interreligiösen Friedensgebet begonnen wurde. Die Freude der ganzen Gruppe, geleitet von Ernst Müller aus Rankweil, Werner Mathis aus Hohenems und betreut von Dr. Joachim Hechenberger, dem ärztlichen Begleiter, als „Lichtträger“ einen kleinen Beitrag zu diesem Friedensfest leisten zu dürfen, war allen Beteiligten anzusehen. Für die Teilnehmer/innen hat sich gezeigt, dass man auch mit kleinen Schritten Zeichen für den Frieden setzen kann.