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Bürgermeldungen
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Stadtplan
02.06.2015

Ampelregelung

Ampel an der Rathauskreuzung

Die derzeitige Ampelregelung auf der L190 im innerstädtischen Bereich sorgt nach wie vor für Diskussionen.

Nicht zuletzt durch den Antrag der FPÖ bei der 3. öffentlichen Stadtvertretung am Dienstag, dem 26. Mai, steht das Thema auf der Agenda. Nachdem bereits in der Vergangenheit zahlreiche Gespräche mit den Verantwortlichen des Landes Vorarlberg geführt worden sind, wurde erneut eine Stellungnahme bei der Abteilung Straßenbau eingeholt, um die Notwendigkeiten der Ampeln im Detail aufzuzeigen und erläutern zu können.

Generell ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Fahrbahnen mit mehr als zwei Fahrstreifen eine Ampelanlage an Fußgängerübergängen benötigen, um dadurch auch den Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer garantieren zu können.

Unfallhäufung macht Ampeln erforderlich

Die Knotenpunkte beim Rathaus (Bahnhofstraße/Kaiser-Franz-Josef-Straße/Schlossplatz/Hochquellenstraße) sowie beim LKH Hohenems (Bahnhofstraße/Rudolf-von-Ems-Straße/Angelika-Kauffmann-Straße) galten vor der Inbetriebnahme der Ampelanlagen als Unfallhäufungsstelle. Allein diese Tatsache ist ausreichend für den 24-Stunden-Betrieb einer Ampelanlage, erläutert DI Bernhard Gutschi vom Amt der Vorarlberger Landesregierung.

Auch bei den beiden Fußgängerübergängen im Bereich Angelika-Kauffmann-Straße/Graf-Maximilian-Straße sowie Diepoldsauer Straße/Radetzkystraße ist ein 24-Stunden-Betrieb der Ampelanlage gesetzlich notwendig, da der Fußgängerübergang über mehr als zwei Fahrstreifen führt.

Beim Knoten Angelika-Kauffmann-Straße/Schweizer Straße ist aufgrund der hohen Verkehrsfrequenz für den Fußgänger- und Radfahrerschutz eine Ampelanlage erforderlich, da die verminderte Sichtweite von der Schweizer Straße kommend Richtung Bahnhof von nur 30 Metern (vorgeschrieben sind mindestens 42 Meter), eine wesentlich Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit darstellt. Deshalb ist auch hier ein 24-Stunden-Betrieb der Ampelanlage notwendig, so Gutschi weiter.

Würde das Land als Straßenerhalter seinen Verkehrssicherungspflichten nicht nachkommen, könnte es im Schadensfall zu Amtshaftungsverfahren kommen.

Ampelsteuerung

Im Tagesprogramm (6.30 bis 20 Uhr) ist die Ampelsteuerung entlang der Hauptachse (Bahnhofstraße/Angelika-Kauffmann-Straße) ausgerichtet. Dadurch erhält jede Fahrtrichtung entlang dieser nach spätestens 72 Sekunden wieder grün. Die Querungen werden bei Bedarf nach Anmeldung über Sensoren in der Fahrbahn auf Grün geschaltet. Alle Ampelanlagen entlang der Hauptachse sind dabei miteinander koordiniert.

In der Nacht ist die Hauptrichtung generell auf Grün gestellt. Die Querstraßen werden nur dann auf Grün geschaltet, wenn die Fahrbahnsensoren ausgelöst werden. Da die Ampelanlagen der Querstraßen in der Nacht einzeln geschaltet werden, kann es zu gleichzeitigen Anmeldungen kommen, sodass Fahrzeuge, die auf der Angelika-Kauffmann-Straße unterwegs sind, an zwei aufeinander folgenden Ampeln eine Rot-Phase in Kauf nehmen müssen.

Sämtliche Ampeln sind mit einer Verkehrsregistrierung ausgestattet, sodass alle Fahrzeuge und Wartezeiten genauestens aufgezeichnet und auch ausgewertet werden können. Im Rahmen der Stadtvertretungssitzung wurde vereinbart, dieses Thema im Verkehrsausschuss, unter Einbindung eines Experten des Landes Vorarlberg, zu besprechen.