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Bürgermeldungen
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Stadtplan
31.05.2016

10 Fragen zum Thema Demenz (4)

Aktion Demenz

Demenz gehört zu den häufigsten Gesundheitsproblemen im Alter – auch in Vorarlberg.

Die landesweite Aktion Demenz möchte ein besseres Verständnis für diese Krankheit und den richtigen Umgang damit ermöglichen. Daher wird jeweils in der ersten Gemeindeblattausgabe eines Monats (seit Februar) je eine von insgesamt zehn Fragen zum Thema Demenz beantwortet, wodurch die Bürger/innen wichtige Informationen, Tipps und Hilfsangebote erhalten.

Frage 4: Erstellen eines Befundes und Therapie der Demenz

Ab und zu etwas zu vergessen muss kein Anzeichen von Demenz sein. Kommen aber langanhaltende Gedächtnisverluste mit Stimmungsschwankungen und einer Persönlichkeitsveränderung dazu, sollte dringend der Hausarzt/die Hausärztin aufgesucht werden. Er/Sie ist der/die erste Ansprechpartner/in, wenn es darum geht, einen Befund zu erstellen.

Erstellen eines Befundes

Dazu gehört eine sorgfältige Untersuchung des körperlichen und psychischen Zustands. Denkvermögen, Sprache und Wahrnehmungsfähigkeit werden mithilfe psychologischer Tests erfasst. Laborbestimmungen und bildgebende Verfahren wie etwa Computer-Tomografie oder MRT (Magnetresonanztomografie) vervollständigen eine umfassende Diagnose. Der Hausarzt/die Hausärztin wird dazu Spezialist/innen wie Neurolog/innen, Neuropsycholog/innen, Psychiater/innen und Radiolog/innen hinzuziehen. Auch Angehörige sind von Bedeutung: Sie ermöglichen eine objektive Einschätzung, da sie den/die Betroffene/n am Besten kennen.

So schmerzlich es ist, von der Diagnose Demenz betroffen zu sein, der Anspruch darüber informiert zu werden – oder auch nicht – steht jedem zu. Es gilt mit dem Arzt/der Ärztin abzuklären, ob und wie viel dem/der Betroffenen mitgeteilt wird. Allerdings bietet eine Diagnose auch die Möglichkeit, sich damit auseinanderzusetzen und die weitere Lebensplanung zu gestalten.

Therapie:

  • Medikamentöse Therapie: Demenzen wie z. B. die Alzheimer-Demenz sind noch nicht heilbar. Durch die Einnahme sogenannter Antidementiva können aber die Symptome der fortschreitenden Demenz gelindert und hinausgezögert werden.
  • Nichtmedikamentöse Therapie: Dazu gehören u. a. die Verhaltenstherapie, Selbst-Erhaltungs-Therapie, Erinnerungs-, Musik- und Kunsttherapie. Die Persönlichkeit und die Verfassung der Betroffenen sind bei der Wahl einer Therapie ausschlaggebend. Wesentlich für die eigene Lebensqualität und die der Angehörigen sind menschliche Zuneigung, Beschäftigung, Aktivierung und eine demenzgerechte Gestaltung des Lebensraums.

Im Rahmen der Aktion Demenz sind – mit Unterstützung der Vorarlberger Landesregierung – drei Broschüren mit dem Titel „Leben mit Demenz“ erschienen. Weiterführende und umfassende Informationen sind kostenlos bei connexia, Tel. 05574/48787, den Gemeindeämtern, den Sozialzentren sowie Mobilen Hilfsdiensten und Krankenpflegevereinen in Hohenems und den Kummenberggemeinden sowie unter E-Mail info@aktion-demenz.at oder www.aktion-demenz.at erhältlich.

10 Fragen zum Thema Demenz

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