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16.09.2020

Arche Noah - Sammlung Kunst & Natur

Arche Noah
Arche Noah
Arche Noah

Bäumler Park, Markus-Sittikus-Straße 20

Kunstsammlung

Mit der Arche Noah tritt eine Sammlung an die Öffentlichkeit, zu der es etwas Vergleichbares in Vorarlberg so nicht gibt. Das Museum ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Beschäftigung von Konsul Hans Bäumler mit der bildenden Kunst. Seine Sammelleidenschaft gilt drei Schwerpunkten. Sie geben der Sammlung ein eigenes Profil.

Am Beginn stehen die Werke der Münchner Schule des 19. Jahrhunderts.

Der besondere Enthusiasmus des Sammlers gilt dem französischen Impressionismus.

Einen faszinierenden Dialog eröffnen an seiner Seite die Gemälde des deutschen Impressionismus.

Die Münchner Malerei setzt in der Sammlung mit Werken der Spätromantik ein, daneben die Werke des großen österreichischen Biedermeiermalers Ferdinand Georg Waldmüller. Einen Höhepunkt bilden die zahlreichen Meisterwerke von Carl Spitzweg. Mit ihnen verfügt die Sammlung Bäumler über eine der großen Spitzweg-Kollektionen in Privatbesitz. Den Abschluss bilden Gemälde der bayerischen Malerfürsten Franz von Defregger, Franz von Lenbach und Franz von Stuck, welchen aufgrund ihrer hohen künstlerischen Wertschätzung bereits zu Lebzeiten das Adelsprädikat zuteil wurde.

Im Zentrum der Sammlung liegt der Fokus auf dem französischen Impressionismus. Diese für die Moderne grundlegende Stilrichtung erreicht in der Sammlung, ausgehend von der „Schule von Barbizon“, einen ersten Höhepunkt mit Édouard Manets „Jeune Fille et Enfant“ aus dem Jahr 1879. Claude Monet und Pierre-Auguste Renoir sind mit jeweils fünf Gemälden vertreten. Während Monet vor allem als Landschaftsmaler glänzt, präsentiert sich Renoir in der Sammlung Bäumler mit seinen für ihn typischen Frauenbildnissen und Stillleben.

Kein geringerer als Paul Gauguin selbst leitet in der Arche Noah zum Postimpressionismus über, dessen Weiterentwicklungen in der französischen Kunst an zahlreichen Beispielen bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein studiert werden kann.

Prominent vertreten ist auch der deutsche Impressionismus durch zwei seiner Hauptmeister Max Liebermann und Lovis Corinth. In der Sammlung berühren sie sich immer wieder mit den deutschen Expressionisten, hier zu sehen mit Werken von Franz Marc, August Macke, Max Pechstein, Emil Nolde und Alexej von Jawlensky. Den zeitlichen Abschluss der Präsentation bildet mit „Pichet et Bougeoir“ ein faszinierendes Stillleben von Pablo Picasso aus den Jahren 1945/46.

So entsteht in der Arche Noah mit mehr als  100 Werken aus 130 Jahren Kunstgeschichte ein Panorama zur Entwicklung der Kunst dieser Epochen, welches in dieser Form und Dichte so nur sehr selten erlebbar wird.

Sammlung Natur

Arche Noah

Mit großer Leidenschaft widmet sich der Museumsgründer Hans Bäumler seit Jahrzehnten der Natur- und Tierwelt.

Neben der Bewirtschaftung und Pflege eines eigenen Forstes in Bayern, führte ihn eine naturbezogene Neugierde und Entdeckerlust auch in entfernte Länder. Auf seinen Reisen durch Sibirien, die Mongolei, Kanada und Afrika, lernte er die Wildnis in ihrer Ursprünglichkeit kennen und lieben. Seine Faszination für die einzigartige Tierwelt Afrikas ist bis heute ungebrochen – aber auch mit Wehmut erfüllt. Jene Länder mit ihrer speziellen Flora und Fauna, die der Hohenemser von den 70er Jahren an bis in die späten 90er Jahre bereiste, sind heute vielfach bedroht und bereits zu großen Teilen unwiederbringlich zerstört.

Die Vielfalt der Natur in einer Sammlung zu präsentieren war daher die Idee zur Errichtung einer Naturabteilung im Museum Arche Noah. Dieses wurde im Bäumler Park, dem ehemaligen Standort des gleichnamigen Bekleidungsunternehmens in Hohenems, errichtet.

Auf einer mit modernster Technik ausgestatteten Ausstellungsfläche von über 600 m² präsentiert Hans Bäumler einzigartige Tierpräparate sowie Fundstücke aus der Natur. Neben dem kleinsten Vogel und dem kleinsten Wirbeltier der Welt, einer breiten Palette von heimischem Wild, wie Hirsch, Steinbock und den wieder heimischen Luchs und Wolf, verfügt die Ausstellung auch über eine besonders große Anzahl von Albino-Tieren.

Insbesondere die meisterhaft gearbeiteten Säugetier-, Vögel-, und Schmetterlingspräparate aus der über Generationen geführten Taxidermie-Werkstatt Lang aus Südtirol, geben einen erstklassigen Einblick in die hohe Kunst dieses Handwerks. Dankenswerterweise wurden auch seitens der Vorarlberger, Tiroler, Schweizer und Bayerischen Jägerschaft zahlreiche Präparate zur Verfügung gestellt. Besonders hervorzuheben sind diesbezüglich die Familie Meindl und Dr. Peter M. Gäfgen.

Öffnungszeiten

Bis Weihnachten 2020 immer freitags ab 16 Uhr und zusätzlich nach Vereinbarung.
--> https://www.arche-noah-museum.at/fuehrungen

Kontakt

Arche Noah – Sammlung Kunst & Natur
Bäumler Park
Markus-Sittikus-Straße 20
6845 Hohenems
Tel. +43(0)5576/7446611
info@arche-noah-museum.at
www.arche-noah-museum.at