Lebensraum Marktstraße
Gemeinsam Weichen für die Zukunft stellen
Die Marktstrasse wird mit Bürgern und Unternehmen entwickelt.
Emsbach, Schlossplatz, L190 – im Zentrum von Hohenems wird heuer und in den kommenden Jahren viel bewegt. Vor allem die Verkehrsberuhigung der Innenstadt wirkt sich positiv auf die Marktstraße aus. Damit die Entwicklung dieser historisch bedeutsamen Straße gemeinsam mit den EigentümerInnen, den MieterInnen und Interessensgruppen erfolgen kann, hat die Stadt das Projekt [lebensraum marktstraße] gestartet. Das Projekt ist auf einen Zeitraum von 2 Jahren ausgelegt.
Verschiedene bauliche Entwicklungsmaßnahmen prägen derzeit das Zentrum von Hohenems. Neben der Emsbachüberbauung und der Schlossplatzgestaltung ist es vor allem die Verlegung der L190 aus dem innerstädtischen Bereich, die für die nächsten Jahre neue Rahmenbedingungen und damit neue Chancen für die Entwicklung der Innenstadt schafft. Gemeinsam mit unseren BürgerInnen und ExpertInnen werden hier Weichen für die künftige positive Entwicklung der Stadt gestellt. Lebensqualität, Kultur und Wirtschaft sollen sich möglichst optimal entwickeln, private und öffentliche Interessen zu gemeinsamen Zielen und Maßnahmen gebündelt werden.
Entwicklungsprozess mit offenem Ausgang
Verschiedenste Themen werden in den nächsten Monaten besprochen und geklärt. In der Auftaktveranstaltung (22.4.09) haben EigentümerInnen und GeschäftspächterInnen ihre Interessen erstmals formuliert. Und zwar nicht nur inhaltliche, sondern auch solche, wie die Zusammenarbeit funktionieren soll. Mit den Ergebnissen hat sich die politische Lenkungsgruppe befasst.
- Das Ergebnis des gesamten Prozesses ist offen, denn es gilt, viele Interessen zu berücksichtigen.
Politische Lenkungsgruppe eingerichtet
Wie ernsthaft die Stadt mit den EigentümerInnen und InteressentInnen arbeiten will, zeigt sich auch an der eingesetzten überparteilichen Lenkungsgruppe. Unter Leitung von Stadtrat Günter Linder begleiten Vertreter aller Hohenemser Parteien den Prozess und verankern die Zielvorstellungen der Eigentümer, Kultur- und Gewerbetreibenden in den politischen Gremien. In Zukunft werden auch weitere Interessensvertreter in der Projektlenkung mit eingebunden sein.
Beispiel Lienz: Erfolgreich mit gemeinsamem Marketing im Viertel
In der Auftaktveranstaltung stellte Mag.(FH) Oskar Januschke (Leiter des Stadtmarketing Lienz) als praktisches Beispiel die Situation in der Oberen Altstadt in Lienz vor. Seit mehreren Jahren arbeiten hier Eigentümer und Gewerbetreibende in der Stadtentwicklung zusammen. Mag.(FH) Oskar Januschke: „Wir haben festgestellt, dass die Entfernung vom Parkplatz zum Lebensmittelgeschäft im Viertel kürzer ist als in einem Einkaufszentrum in der Umgebung.“ Entsprechend bringen nun die verschiedenen Geschäfte ein gemeinsames Marketingbudget auf, treten abgestimmt auf und werben gemeinsam. Verschiedene andere Akzente wurden gemeinsam mit der Stadt gesetzt, u. a. die Einrichtung eines Gasthauses.
Januschke konnte in seinem Referat eine beeindruckende Zwischenbilanz ziehen: Derzeit sind in diesem Quartier keine leerstehenden Flächen verfügbar, der Wochenmarkt boomt und die Liegenschaftspreise sind gestiegen. Wie zufrieden die Geschäftstreibenden selbst sind, zeigt sich daran, dass in den letzten Wochen der größte Teil von ihnen die Vereinbarung zur Zusammenarbeit um drei Jahre verlängert hat.
Faktbox
Politische Lenkungsgruppe
Günter Linder (Obmann), Gerhard Diem, Berno Häfele, Walter Spiegel, Bernhard Amann, Horst Obwegeser
Projektleitung
Bgm. DI Richard Amann, Stadtamtsdirektorin Dr. Karin Rettenmoser, Mag. Jörg Längle - Management C
Moderation und Beratung
Mag. (FH) Alois Mätzler – mprove Team für Kommunikation
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